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FAQ-Dampfdusche

 

So wirkt ein Bad im Dampf trotz geringerer Hitze wie ein künstliches Fieber im Körper, das Krankheitserreger zerstört. Der Wechsel von heißem Dampf und kalten Güssen härtet ab und wird auch bei Störungen des vegetativen Nervensystems gern als therapeutische Anwendung genutzt. Zudem entspannt er den Bewegungsapparat, hilft den Blutdruck zu senken und regt darüber hinaus den Kreislauf, den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Atmung an.

 

Der Dampf eines Dampfbades wirkt schleimlösend und lockert die Muskulatur, was durch Kräuteressenzen in der Wirkung noch verstärkt werden kann. Er hilft nachweislich bei Heuschnupfen, Bronchitis und Nebenhöhlenentzündungen.

 

Vor allem Frauen sind begeistert von den Effekten eines Dampfbades auf die Haut. Die Poren öffnen sich, der Zellstoffwechsel wird angeregt, die Haut gereinigt. Durch seine reinigende Wirkung und das zusätzliche Gefäßtraining bei Kaltwasseranwendungen wird die Hautalterung verlangsamt. Selbst sehr trockene Haut kann durch die Aktivierung der Schweißdrüsen und Wassereinlagerungen im Gesicht spürbar verbessert werden.

 

Richtig "dampfgebadet" sind die wohltuenden und entspannenden Aspekte eines Dampfbades nicht zu übersehen. Richtig bedeutet hier, wie bei einem Saunagang auch auf Schwitz-, Abkühl- und Ruhezeiten zu achten, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten.

 

Ein Bad im Dampf war bereits in alten Hochkulturen und in der Antike weit verbreitet. So schwitzten schon nordamerikanische Indianer in Schwitzhütten aus Holz und Fellen, im Temazcal aus Lehm schwitzten die Mayas, die finnischen Samen schwitzen seit dem 11. Jahrhundert in Schwitzzelten und im arabischen Kulturraum hat sich der Hamam ebenfalls schon vor Jahrhunderten etabliert. In allen badenden Kulturen hat sich das Schwitzen als Badekultur weit früher entwickelt als Wannen- oder andere Bäder. Oftmals nutzte man dabei heißen Wasserdampf, um optimal schwitzen und entspannen zu können. Und erstaunlicherweise galt ein Dampfbad in allen Gebieten, in denen es praktiziert wurde, als Reinigungsritual für Körper und Seele.

 

Neben dem Hamam und dem mexikanischen Temazcal kennt man heute noch Dampfbäder aus Russland (Banja), das römische Caldarium, das Irische Dampfbad sowie moderne Dampf- und Softdampfbäder. Allen ist gemein, dass sie eine Lufttemperatur von etwa 34-60 Grad bei 100% Luftfeuchtigkeit aufweisen. Diese Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit hat sich als ideal erwiesen, um zu entkrampfen, zu entspannen und zu reinigen. Damals wie heute ist es üblich, Kräuteressenzen oder andere aromatisierte Zusatzstoffe dem Dampf beizufügen.

 

In Deutschland sind Dampfbäder heute vor allem aus dem Urlaub bekannt und viele Urlauber bedauern, hier nicht auch einen Hamam, eine Banja oder eine andere Art von Dampfbad besuchen zu können. In den letzten Jahren entstanden deshalb einige Dampfbäder, die aufgrund ihrer wohltuenden Wirkung sehr geschätzt werden. Dank moderner Technik ist es jetzt auch möglich, sein Dampfbad in Form einer Dampfdusche ins heimische Bad zu holen. So steht der Gesundheit und Entspannung nichts mehr im Weg.

 

Wird die Dampfdusche als fertige Einheit geliefert?
Nein. Die Dampfdusche wird in vier Einzelteilen geliefert, die bereits vormontiert sind und vom Techniker vor Ort endgültig zusammengesetzt werden.

 

Wie kommt der Dampf eigentlich in die Dusche?
Ein Dampfgenerator, der mit der Wasserleitung verbunden ist, heißt das Wasser auf und produziert eine Menge Dampf. Der Generator kann innerhalb oder außerhalb der Dusche stehen. Er ist mit den Dampfdüsen verbunden. Geht man nun in die Dusche und betätigt den Touch Screen, beginnt das "Programm" und die Düsen stoßen Dampf aus. Das Ganze dauert etwa eine Minute. Sensoren überwachen dabei die Wärme des Dampfes und der Luft in der Duschkabine.

 

Kann ich mir auch eine individuelle Dampfdusche bauen?
Natürlich. Dafür haben Sie sogar mehrere Möglichkeiten. Einige Anbieter fertigen Dampfduschen genau nach Ihren Vorstellungen, auf Ihr Bad, Ihr Design und die zur Verfügung stehende Fläche angepasst. Wer lieber selbst bauen will, kann sich einen Bausatz individuell zusammenstellen und los geht's!

 

Kann ich in einer Dampfdusche auch ganz normal duschen?
In den meisten Fällen schon. Die meisten Dampfduschen verfügen neben den Dampfdüsen auch über eine ganz normale Armatur mit einer Handbrause, die wie jede normale Dusche benutzt werden kann.

 

Kann ich in der Dampfdusche ein Duschgel benutzen?
Natürlich. Die Dampfdusche hat im Normalfall auch eine Duscharmatur mit Handbrause. Seifen- oder Duschgelreste können so ganz einfach weggespült werden.

 

Wie lässt sich so eine Dampfdusche steuern?
Jede Dampfdusche verfügt an ihrem Rückenteil über ein Bedienungs- Panel, meist mit Touch Screen. Hier kann man ein Programm wählen und auch die Stärke und Temperatur des Dampfes bzw. der Massagedüsen regeln.

 

Kann ich die Dampfdusche auch benutzen wenn ich erkältet bin?
Gerade dann lohnt sich eine Behandlung damit. Der Dampf löst den Schleim, fördert den Abtransport und erleichtert das Atmen. Zudem können Sie ätherische Öle, die Ihnen das Atmen erleichtern, dem Dampf zugeben.

 


Bekommt man bei der ganzen Technik in der Dusche nicht einen elektrischen Schlag?
Nein. Alle elektrischen Bauteile sind speziell für den Einsatz in Nassräumen konzipiert und isoliert, so dass da nichts passieren kann. Wer trotzdem zweifelt, sollte auf das TÜV-Prüfsiegel achten.

 

Ist die Desinfektion der Dampfdusche mit Ozon gefährlich?
Nein. Die Dampfduschen sind ein geschlossenes System, in dem sehr viel Feuchtigkeit herrscht - eigentlich ein perfekter Nährboden für z.B. Schimmelpilze. Das Ozon verhindert jedoch jegliche Sporenentwicklung, zurück bleibt nur Sauerstoff. Die verwendete Ozonmenge ist zu gering um wirklich gefährlich zu sein. Trotzdem sollte man es niemals direkt einatmen.

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